Zusammen wachen ist eine Initiative von mir…
Ich bin Teil mehrerer sich wandelnder Gruppen, Netzwerke und Feldern.
Diese Website ist auch in Wandlung und soll eine Plattform für Menschen und Projekte werden die für die gleiche Vision wirken. (bitte lass mich wissen wenn du resonanz spürst)
Als Quelle von zusammen-wachsen stelle ich mich nun vor:
Peter Lewerenz
Wer ich bin – zwischen Sehnsucht, wirken, Scheitern und Bewusstwerdung
Mein Weg ist kein geradliniger Erfolgspfad.
Er ist eine Bewegung zwischen Sehnsucht und Ernüchterung, zwischen Gemeinschaftsvision und persönlicher Krise, zwischen Idealismus und radikaler Innenarbeit.
Was mich seit meiner Jugend bewegt, ist die Frage:
Wie kann ein gelingendes Miteinander wirklich entstehen – nicht nur als Idee, sondern als gelebte Realität?
Ich habe viele Formen von Gemeinschaft erlebt – inspirierende, idealisierte, tiefe und auch schmerzlich gescheiterte.
Ich habe Räume des Friedens erfahren und Räume von Machtmissbrauch.
Ich habe gelernt, dass Gemeinschaft weder durch Harmonie noch durch Struktur allein entsteht, sondern durch Bewusstheit – besonders im Umgang mit Konflikt, Rang und Schatten.
Was du auf den folgenden Seiten liest, ist keine Selbstdarstellung im klassischen Sinn.
Es ist der Weg eines Menschen, der immer wieder gesucht, gerungen, geliebt, verloren, gelernt und weitergeforscht hat – und der heute aus dieser Erfahrung heraus begleitet.
Die ersten Rainbow-Erfahrungen – eine geweckte Sehnsucht
Meine ersten prägenden Gemeinschaftserfahrungen machte ich mir 18 auf den Rainbow Gatherings. Dort erlebte ich erstmals, dass viele Menschen friedlich, solidarisch und jenseits von Leistungslogik zusammenkommen können. Diese Erfahrung hat in mir eine tiefe Sehnsucht nach einem anderen Miteinander geweckt – auch wenn mir nach und nach bewusst wurde, wie fragil und temporär diese Räume waren, bilden sie ein wesentliches Erfahrungsfundament weil dort eine neu Kultur des Mireinanders tatsächlich auf vielen Ebenen erlebbar wurde.
Für viele Jahre war es für mindestes einmal im Jahr für mehrere Wochen mein „zu Hause“ während der internationalen Gahterings.
Ausbildungsjahr in biologisch-dynamischer Landwirtschaft – Erdung und Praxis
In diesem Jahr der biologisch-dynamischen Landwirtschaft vertiefte sich mein Bezug zur Erde, zu Kreisläufen und zu nachhaltigem Arbeiten. Gemeinschaft zeigte sich hier weniger idealistisch, sondern als tägliche Praxis von Verantwortung, Rhythmus und Kooperation. Diese Erdung hat mein Denken über Gemeinschaft nachhaltig geprägt.
Anthroposophisches Studienjahr – gemeinsames Lernen und Leben
Im anthroposophischen Studienjahr lebte, lernte und arbeitete ich ein Jahr lang intensiv mit einer festen Gruppe von Menschen zusammen. Hier wurde mir erstmals erfahrbar, wie sehr Gemeinschaft innere Arbeit, Selbstverantwortung und Beziehungsgestaltung erfordert. Dieses Jahr legte einen wichtigen Grundstein für mein späteres Verständnis von Entwicklung als innerem Prozess.
Sprach- und Theaterpädagogik – Ausdruck, Beziehung und Präsenz
Die Ausbildung an der Stuttgarter Schule für Sprache und Drama war für mich eine entscheidende prägende Phase. Ich lernte, wie sehr Ausdruck, Körper, Stimme und Beziehung miteinander verwoben sind. Diese Erfahrung fließt bis heute in meine Arbeit ein – besonders in Gruppenprozesse, Präsenzarbeit und Kommunikation.
Heldenreise-Leitung – innere Übergänge bewusst gestalten
Am Ende dieser Zeit absolvierte ich die Ausbildung zum Heldenreisenleiter. Sie vertiefte mein Verständnis für innere Entwicklungsprozesse, Krisen und Übergänge. Ich begann zu begreifen, dass Wachstum selten linear verläuft, sondern oft durch Irritation, Verlust und Neuorientierung führt.
Lehr- und Wanderjahre – Rainbow, Netzwerke und Healing Gatherings
In meinen Lehr- und Wanderjahren war ich viel auf Rainbow Gatherings unterwegs, knüpfte viele Kontakte und begann, selbst Healing Gatherings zu initiieren. Diese Gatheings waren auch fei von alltagsdrogen wie Kaffe und Zucker und machten damit emotionale Themen, Verletzungen und ungelöste Konflikte deutlich spür- und sichtbarer. Hier wurde mir klar, dass Gemeinschaft ohne gehaltene Räume für bewusste innere Arbeit schnell an ihre Grenzen stößt.
Tamera – Ausbildungsjahre in Gemeinschaft
Mit dem Schritt nach Tamera Heilungsbiotop 1 begann eine neue Tiefe meiner Gemeinschaftserfahrung. Die ersten Jahre waren geprägt von Ausbildung, intensiver Innenarbeit und dem Kennenlernen grundlegender Werkzeuge wie dem Forum. Gemeinschaft wurde hier als bewusster Lern- und Transformationsraum verstanden.
Tamera – Leben in Gemeinschaft als Alltag
In den folgenden Jahren lebte ich Gemeinschaft als Alltag: Beziehungen, Arbeit, Konflikte und Verantwortung waren untrennbar miteinander verbunden. Ich erlebte, wie herausfordernd und zugleich entwicklungsfördernd langfristige Gemeinschaft sein kann. Ideale mussten sich an der Realität messen lassen.
Tamera – politischer Ashram und IGF
Ein weiterer Schwerpunkt war meine Arbeit im politischen Ashram und im Internationalen Gemeinschaftsforum (IGF). Hier verband sich innere Arbeit mit gesellschaftlicher Verantwortung und globalen Fragestellungen. Gemeinschaft wurde nicht nur privat, sondern als kulturelles und politisches Projekt verstanden.
Tamera – integrale Perspektiven und die Suche nach Neuem
In den späteren Jahren rückten integrale Theorie, Bewusstseinsentwicklung und systemische Perspektiven stärker in meinen Fokus. Gleichzeitig wuchs das Gefühl, dass mein Weg in Tamera nicht weitergeht ohne eine adequate Alternative zu kennen. Diese innere Suchbewegung bereitete den Boden für meinen nächsten Schritt.
Go&Change – Hoffnung und tiefe Enttäuschung
Mit Go&Change einer neu gegründeten Gemeinschaft um einen jungen charismatitschen Führer verband sich die Hoffnung, integrale Theorie, Bewusstsein und Gemeinschaft neu zu verbinden. Leider erlebte ich dort neben unglaublicher tiefe und verbundenheit auch Machtmissbrauch und toxische Dynamiken, warum ich diese Gemeinschaft schnell verlassn habe. Diese Erfahrung war schmerzhaft – und zugleich ein wichtiger Lektion über Schattenarbeit, Gruppendynamiken und unbewusste Machtstrukturen.
Psychologische Ausbildungen – Verstehen des Inneren
In der folgenden Phase wandte ich mich nach sovielen Jahren auf Reis und in Gemeinschaft meiner individuation zu: Eigene Wohnung, eine verbindliche Beziehung und intensiv der psychologischen Grundlagenarbeit zu. Zwei Ausbildungen zum individualpsychologischen Coach und zum NLP-Master und gaben mir neues Wissen und Werkzeuge, um innere Dynamiken, Prägungen und Beziehungsmuster besser zu verstehen und begleiten zu können. Diese Zeit stärkte meine fachliche und innere Klarheit.
Gemeinschaftslaboratorien und Scheitern
Ich initiierte eitere Experimente in Gemeinschaftslaboratorien folgten und ein Versuch des Gruppenaufbaus scheiterte nach vielversprechenden Entwicklungen plötzlich und dramatisch. Dieses Scheitern führte mich in eine existenzielle persönliche Krise. Rückblickend ermöglichte sie sie mir ein wesentliches Entwicklungsfeld:
Partnerschaft als tiefes Lernfeld
Aus dieser Krise heraus entstand meine partnerschaftliche Liebesbeziehung zu Friederike, mit viel Raum und Zeit für Zweisamkeit, und aufarbeiten von Bindungsthemen wodurch eine tiefe verbidlichkeit entstand die bis heute und hoffentlich noch lange trägt . In ihr wurde mir noch einmal auf einer sehr persönlichen Ebene bewusst, wie tief Ahnenhemen, Kindjeitstraumata undProjektionen wirken und damit die Bedeutung von Innenarbeit und Kommunikation für das gelingen von Beziehung Unsere Partnerschaft wurde zum intensivsten Entwicklungsraum für meine Beziehungsfähigkeit.
Das gelingende Miteinander und die Wandel-Oase Shambala
Die Essenztage eröffneten mir das Konzept des „gelingenden Miteinanders“ von Stephan Joseph Dicks. Dort fand ich endlich eine Zusammefassung von Prizipien, die viele meiner Erfahrungen bündelte und greifbar machte.
Mit der Ausbildung „Leadership hoch 3“ vertiefte ich das Thema Führung im integralen Kontext und mit zwei weiteren Zyklen im Ausbildungsgang „Pioniere einer neuen Führungskultur“ verinnerlichte ich diese Prinzipien erst als Mitgestalter und dann als Co-Leitung.
In der Wandel-Oase Shambala beginnt sich dieses Wissen heute konkret zu verkörpern – als Raum für Gemeinschaft, Lernen und Bewusstseinsentwicklung.
Ausblick – Prozessarbeit als fehlendes Puzzlestück
Die Prozessarbeit nach Arnold Mindell hat für nun ein lange gesuchtes Puzzlestück offenbart: ein klares Rang- und Machtbewusstsein sowie eine sehr spezielle Haltung und weitere Werkzeuge für unbewusste Dynamiken in Gruppen. Ich nehme nun an einer einjährigen Ausbildung des Instituts für Prozessarbeit Teil. Sie bildet einen schon jetzt einen wesentlichen Bestandteil meiner Arbeit – als Haltung und Einladung, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern bewusst und entwicklungsfördernd zu gestalten.
Was mich heute leitet
Heute verbinde ich all diese Erfahrungen:
Gemeinschaftspraxis, Beziehungsarbeit, psychologische Grundlagen, integrale Theorie, Führungsentwicklung und Prozessarbeit.
Ich arbeite nicht aus einer Ideologie heraus – sondern aus der Erfahrung, dass Entwicklung möglich ist, wenn wir bereit sind, uns selbst ehrlich zu begegnen.
Ich glaube nicht an konfliktfreie Gemeinschaft.
Ich glaube an konfliktfähige Gemeinschaft.
Ich glaube nicht an perfekte Menschen.
Ich glaube an bewusste Menschen.
Und ich glaube, dass wir als Menschheit an einem Übergang stehen – von einem harmonisierenden oder leistungsgetriebenen Miteinander hin zu einem integralen Bewusstsein, das Komplexität halten kann, ohne in Spaltung zu fallen.
Meine Arbeit ist eine Einladung:
Sich selbst tiefer kennenzulernen.
Konflikte nicht zu vermeiden, sondern zu verstehen.
Führung nicht als Macht, sondern als Verantwortung zu begreifen.
Und Gemeinschaft nicht als Ideal, sondern als tägliche Praxis.
Die Wandel-Oase Shambala ist dafür ein lebendiges Experimentierfeld.
Meine Begleitung – ob im Coaching, in Ausbildung oder in Gruppenprozessen – ist ein Beitrag zu dieser Forschung am gelingenden Miteinander.
